SCHIENENTHERAPIE

Wer braucht eine Knirschschiene?
Der Zahnarzt kann an den Zähnen erkennen, ob der Patient mit dem Zähnen knirscht. Die Zeichen sind eindeutig. Es beginnt bei ersten Schleifspuren an den Zähnen bis hin zu glatt geschliffenen Kanten. Bei Menschen, die schon seit einiger Zeit mit dem Zähnen knirschen ist die Kiefermuskulatur ausgeprägt und die Zahnkanten sind ganz glatt abrasiert. Patienten mit Zahnersatz wie zum Beispiel Veneers und Kronen, die an Bruxismus leiden, benötigen zwingend eine Beißschiene zum Schutz des Zahnersatzes.

Wie lange trägt man eine Beißschiene?
Je nach individuellem Knirschverhalten variiert die Tragezeit zwischen Monaten bis Jahren. Im Normalfall wird die Schiene nachts getragen. Die Dros Schiene verspricht jedoch eine verkürzte Tragedauer von 7 Wochen. Die Haltbarkeit der Schiene hängt im Übrigen primär mit der Belastung zusammen. Je stärker man die Schiene nachts belastet, desto schneller nutzt sich der Kunststoff ab. Sollte die Plastik Schiene jedoch plötzlich nicht mehr ihre Passform haben oder Schmerzen verursachen, dann unbedingt den Zahnarzt aufsuchen, damit die Schiene untersucht und eventuell ersetzt werden kann.

Die verschiedenen Arten der Knirschschienen
Die Arten der Aufbissschiene
Es gibt verschiedene Versionen für die Beißschiene, grundsätzlich unterscheidet sich die Zahnschiene im Härtegrad des Kunststoffes. Es kann zwischen hartem oder weichem Material gewählt werden, je nach bevorzugtem Tragekomfort:

Weiche Schiene: Aus weichem Kunststoff besteht die gummiartige Textur. Sie trägt sich leichter im Mund und fühlt sich weniger wie ein störender Fremdkörper an.
Harte Schiene: Die aus hartem Kunststoff bestehende Bissschiene erinnert an eine Zahnspange. Der Tragekomfort ist geringer, das Sprechen unmöglich, aber es wird von Patienten berichtet, dass sie sich meist schnell daran gewöhnen. Duch die starre Form wird ein stärkerer Wirkungsgrad erzielt.

Weiterhin wird unterschieden zwischen:

Nicht adjustierte Aufbissschiene (weiche Schiene): Diese Schienenart wird als Miniplastschine oder auch als Knirscherschiene bezeichnet. Sie ist ein simpler Kunsstoffüberzug, der lediglich über die Zahnbögen läuft und nur dadurch befestigt ist. Der Rest der Zähne liegt frei. Diese Methode feiert großen Erfolg, denn das Tragen dieser leichten Schiene ist bequem und stört kaum. Die Plastik Schiene erfüllt eine reine Schutzfunktion.
Adjustierte Aufbissschiene: Anhand von zwei Kiefermodellen wird die ideale Kieferstellung vom Zahntechniker eingearbeitet. Dabei wird die Ruhelage der Kiefergelenke berücksichtigt in dem Einkerbungen, Rillen oder Reliefs eingearbeitet werden. Die Fertigung und Anpassung ist aufwendiger als bei der nicht adjustierten Bissschiene. Durch diese Modelle kann die Bisslage korrigiert und die Knirschaktivität nachhaltig reduziert werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Dentaly.org.